Limberg
Porträt der Schuleinheit Itschnach/Limberg
Die Schuleinheit Itschnach/Limberg besteht seit 2005 aus den beiden Quartier-Schulen Itschnach und Limberg, welche unter einer gemeinsamen Schulleitung organisatorisch vereint sind. Die beiden Schulen arbeiten seither in der gemeinsamen Schuleinheit enger zusammen. Beiden Schulen wird weit gehend eine eigene, unterschiedliche Kultur zugestanden und es wurde von Anfang an klar festgehalten, dass eine Verschmelzung der beiden Schulkulturen nicht beabsichtigt ist. Wir arbeiten in Itschnach seit dem Einstieg in das TaV-Projekt im Jahr 1998 und im Limberg seit 2005 mit Schul- und Jahresprogrammen und setzen unsere eigenen pädagogischen Schwerpunkte. In beiden Schulen tragen diverse institutionalisierte Anlässe wesentlich zur Identifikation aller beteiligten Interessensgruppen mit ihrer Schule bei. Eine fortschrittliche, engagierte Schulpflege nimmt die strategische Führung wahr und unterstützt die Schulleitung und Lehrpersonen wohlwollend und grosszügig in ihrer Arbeit.
Die bereits seit 1998 geleitete Schule Itschnach umfasst das Primarschulhaus Itschnach sowie die in unmittelbarer Nähe gelegenen Kindergärten «Dörfli» und «Bettlen», im Schuljahr 2012/2013 mit rund 210 Kindern in 10 Klassenabteilungen. Seit dem Sommer 2005 wird in den Räumen der Schule Itschnach ein Betreuungsbetrieb geführt, in welcher Schülerinnen und Schüler aus dem Kindergarten und der Primarschule über Mittag und nach der Schule am Nachmittag von Fachpersonal verpflegt und betreut werden. Ab Februar 2013 läuft die Betreuung unter dem Namen «KICK Itschnach».
An der Schule Limberg auf dem Küsnachter Berg werden die Schülerinnen und Schüler in 2 Mehrklassenabteilungen unterrichtet. Im Schuljahr 2012/13 besuchen 29 Kinder hier den Unterricht. Die kleineren Kinder vom Küsnachter Berg, dem Einzugsgebiet der Schule Limberg, besuchen aktuell im zweiten Jahr den Kindergarten in der Schule Itschnach, während diejenigen des ersten Kindergartenjahres in diesem Schuljahr in der Schule Heslibach unterrichtet werden. An der Schule Limberg wird unter dem Namen «KICK Limberg» eine Mittagsbetreuung für die Schülerinnen und Schüler angeboten.
Die hier tätigen Lehrpersonen und die Schulleitung verstehen die Schuleinheit Itschnach/ Limberg als lernende Organisation, greifen innovativ, doch nicht unkritisch, neue Themen und Probleme auf und versuchen sie in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu bearbeiten oder zu lösen. Über die Stufen hinweg kennen sich die Lehrpersonen sehr gut und arbeiten zusammen. Auch die Betreuungsleitungen werden in die Zusammenarbeit miteinbezogen. Es herrscht eine direkte Kommunikation und eine offene Atmosphäre, in der sich jeder für den anderen und seine Anliegen interessiert. Die Zimmertüren stehen oft während, sicher nach dem Unterricht offen und es findet häufig eine spontane kollegiale Beratung statt. In der Schuleinheit Itschnach/Limberg garantieren die regelmässigen Teamsitzungen und die verschiedenen weiteren Informationskanäle eine allgemeine Information und die Möglichkeit zur Meinungsäusserung jedes Teammitgliedes. Selbstverständlich übernehmen die Klassenlehrpersonen in beiden Schulen Hausämter oder Aufgaben in Projekt- und Arbeitsgruppen und beteiligen sich an der institutionalisierten kollegialen Hospitation (Unterrichtsbesuche mit Feedback). Vermehrt findet ein Fächerabtausch statt. Es sind u.a. Fachlehrpersonen für Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Schwimmen, Turnen, Musik sowie Religion & Kultur im Einsatz. Die schulischen Heilpädagoginnen und unsere Logopädin betreuen in der integrativen Förderung in enger Zusammenarbeit mit den Klassenlehrpersonen die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen. Seit Januar 2012 ist auch die Schulische Sozialarbeit an unserer Schuleinheit institutionalisiert. Auch alle die genannten Spezialisten/-innen engagieren sich in der allgemeinen pädagogischen Auseinandersetzung und Diskussion, die für das Team selbstverständlich ist.
Entsprechend der recht gemischten Bevölkerungszusammensetzung mit Familien verschiedenster Herkunft und einem Anteil fremdsprachiger Familien von ca. 15 Prozent im Quartier Itschnach und auf dem Küsnachter Berg arbeitet die Schule mit einer engagierten und anspruchsvollen Elternschaft zusammen. Dies hat positive Auswirkungen auf den Unterricht, kommen doch viele Schüler und Schülerinnen aus Familienverhältnissen, in denen Kinder sehr gefördert werden. Auch bringen die Eltern dem Kindergarten und der Schule sehr viel Interesse und Unterstützung entgegen. Der Elternrat der Schule Itschnach (ERI) und das Eltern-Forum Limberg nehmen die Interessen der Eltern auf der Ebene der gesamten Schule wahr.
Die Infrastruktur
Das Schulhaus Itschnach wurde 1975 in allen Belangen etwas grosszügiger gebaut, als dies die Norm verlangt hätte. Die grossen, hellen Klassenzimmer verfügen über einen gut für Gruppen nutzbaren Vorraum und sind modern und praktisch eingerichtet. Vom Mai 2012 bis zum Februar 2013 wurde allerdings eine umfangreiche bauliche Sanierung im Schulhaus durchgeführt, da feuerpolizeiliche Vorschriften diverse Anpassungen nötig machten. Während der Bautätigkeit wurden die Klassen der Itschnacher Primarschule im Schulhaus Erb im Quartier Goldbach unterrichtet. Alle Beteiligten und Betroffenen schätzen sich sehr glücklich, nach den beiden aufwendigen Umzügen und der Zeit im «Exil», die sicher interessant und abwechslungsreich, aber auch mit grossem logistischen Aufwand verbunden war, auf das zweite Semester des Schuljahres 2012/13 ins «Stammhaus» zurückgekehrt zu sein. Die Schule Itschnach liegt sehr ruhig am Rande des «Dörfli», des ursprünglichen Kerns des Quartiers Itschnach, und ist gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen. Die Kunsteisbahn, der Spielplatz mit grosser Wiese im Eichelacker und das Küsnachter Tobel sind in Minutenschnelle zu Fuss erreichbar. Die Naherholungsgebiete Rumensee und Schübelweiher liegen ebenfalls in der Nähe.
Das Schulhaus Limberg ist ein schönes, kleines Schulhaus älteren Baujahres, das 2005 im Zuge einer gründlichen Renovation auch einer zweckmässigen Modernisierung unterzogen wurde. Die Schule Limberg liegt im Kontrast zum eher städtischen Itschnacher Quartier im sehr ländlichen Gebiet des Küsnachter Berges. Rund ums Schulhaus gibt es viel offene Landschaft und Weitblick und die Natur bietet sich unmittelbar für Lehrausgänge und Ausflüge an. Der Küsnachter Berg ist vom öffentlichen Verkehr schlecht erschlossen. Am nächsten zum Schulhaus liegen noch die Stationen der Forchbahn, zu Fuss ist es von dort in ca. 20 Minuten zu erreichen.
Für den Schwimmunterricht unter der Leitung einer Fachlehrperson werden die Kinder sowohl von Itschnach als auch vom Limberg jeweils mit dem schuleigenen Bus zur Schwimmhalle im Heslibach-Quartier gebracht. Die Ausrüstung beider Schulen ist ausgezeichnet, insbesondere auch was die moderne ICT-Infrastruktur betrifft. Alles für den Unterricht benötigte Material wird zur Verfügung gestellt. Projekte wie Klassenlager, Exkursionen, Theater- und Konzertaufführungen oder –besuche, etc. werden in Küsnacht grundsätzlich grosszügig unterstützt.